Sonntag, 14. Oktober 2012

Das Taj Mahal

Ja, das Taj Mahal, Indiens bedeutestene Gebäude.
Aber immer schoen der Reihe nach.

Nachdem ich gestern noch die Wirren von Varanasi gelaufen bin und eine Bootstour ueber den Ganges gemacht habe, habe ich eigentlich nur darauf gewartet das mein Karma besser wird.
Angeblich wird durch die hohe spirituelle Energie die man dort empfangen kann, das eigene Karma besser. Ich habe nichts gespuert. Aber vielleicht liegt es daran, dass ich mich geweigert habe in irgendeiner Weise mit dem Gangeswasser in Kontakt zu kommen. Diese Drecksbruehe wuerde ich noch nicht mal zum Klo putzen nehmen, geschweige denn darin baden.
Den Indern scheint es nichts auszumachen. Sie baden, sogar mit Seife (vielleicht wird dann der Ganges sauberer :-) ), schwimmen und waschen ihre Waesche im Ganges. Alles was weiss war hat danach einen leichten Braunstich. Wie mit meiner Waesche in Delhi. Die Unterwaesche hatte ich im Hotel zum Waschen abgegeben und wieder bekam ich leicht verfaerbte beige Waesche. MIt dem Erfolg das ich doch nochmal von Hand gewaschen habe.

Nach meiner Flussfahrt, in einem Holzboot und Rudern, bin ich in einem vegetarischen Restaurant essen gegangen. Sehr lecker. In Varanasi muss man Fleisch schon extrem stark suchen. Die meissten essen hier rein vegetarisch. Dafuer sind die Inder aber auch sehr kerativ was die vegetarische Kueche anbelangt.
Es schmeckte bisher immer sehr gut. Und die paarmal wo ich Fleisch gegessen habe, kann ich an einer Hand abzaehlen.

Bin mit einem Tuk Tuk zurueck zum Hotel gefahren, wo ich mein Gepaeck gelagert hatte.
Dann ging es zum Bahnhof.

Muss auf Gleis vier. Dort faehrt laut Plan um 16.40 Uhr mein Zug Richtung Agra ab.
Der Bahnhof hat 9 Gleise und alle sind mit steilen Ueberfuehrungen verbunden und nur mit Treppen. Keine Rolltreppe oder gar ein Aufzug nichts. Mist. Also das ganze Gepaeck erst hochschleppen un dann wieder runter. Gaebe es da nicht indische Gepaecktraeger. Welch ein Glueck. Er laedt mit einem Schwung meinen schweren Koffer auf seinen Kopf und traegt in mir bis zum Gleis vier, an die ungefaire Stelle wo mein Abteil auch halten wird, so meint er. Zahle 50 Rp. Also etwa 75 Cent. Die prima angelegt sind.

Kaufe noch etwas Proviant und warte auf den Zug. Es wird 17 Uhr, es wird 17.30 Uhr, es wird 18 Uhr. Dann steht auf einmal mein Gepaecktraeger von eben vor mir und versucht mir im gebrochenen Englisch zu erklaeren, dass der Zug jetzt auf Gleis 9 steht. Er schnappt sich meinen Koffer und saust mit dem Koffer auf dem Kopf los. Bis zum Gleis 9 ist ein Stueck und ich habe Muehe im zu folgen.
Am richtigen Gleis angekommen, traegt er meinen Koffer bis ins Abteil und verstaut ihn fuer mich unterm Sitz. Und vergewissert sich das ich auch ja im richtigen Zug und richtigem Abteil angekommen bin. Und er will noch nicht mal was dafuer haben. Stecke ihm trotzdem etwas zu. Wer weis ob ich das mit dem Gleiswechsel mitbekommen haette.
Mit 2,5 Stunden Verspaetung verlassen wir Varanasi, ohne das mein Karma besser geworden waere.
Mache es mir auf der oberen Liege gemuetlich und lese etwas.
Die Fahrt dauert offiziell 13 Stunden. Schlussendlich sind 16,5 Stunden daraus geworden und meine Ankunft in Agra verzoegerte sich dem entsprechend.
Hatte im Zug ein Paar aus Brasilien kennengelernt und wir wollen in das gleiche kleine Hotel. Wir teilen uns ein Taxi.

Das Hotel ist das Saniya Palace in der Altstadt mit Blick aufs Taj Mahal.

Blick von dem Dachrestaurant aufs Taj Mahal mit Suedtor
 Wir fruehstuecken gemeinsam und sehr ausgiebig. Und geniessen die grandiose Aussicht.
Man kann dort oben auf der Dachterrasse prima relaxen, was ich auch bei eine Tasse Tee und mit einem Buch tue. Frisch geduscht natuerlich. Falls jemand mal auf die Idee kommen sollte WC's in deutschen Zuegen waeren schrecklich, der war noch nicht bei der indischen Railway aauf dem Hockklo.

Nach einer ausgiebigen Ruhephase gehts ab zum Taj Mahal.
Erbaut im Jahre 1632-1640 von Mogul Shah Jahan, dessen 3. liebste Ehefrau bei der Geburt des 14. Kindes gestorben ist und die dort beigesetzt wurde. Er selbst ist nach seinem Tod auch dort beigesetzt worden.

Es ist schon recht imposant.
Allerdings werden wir Touristen ordentlich zur Kasse gebeten.
Der indische Tourist zahlt 20 Rupees, Auslaender 750 Rupees. Also etwa 11,50 Euro.
Nun gut deshalb ist man ja in Agra.

Mein Abendessen habe ich wieder bei mir im Hotel eingenommen, bei dem schoenen Ausblick.
Es gab nochmal Fleisch. Huhn in scharfer Joguhrtsosse, dazu Gemuese und Chapatis. Und ein Mangolassi.
Sehr lecker.

Mal gucken wie der Sonnenaufgang morgen aussieht. Das heisst frueh raus aus den Federn..............

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