Donnerstag, 11. Oktober 2012

Ankunft in Varanasi und Sightseeing Marathon in Delhi

Nachdem ich heute auf dem Flughafen von New Delhi fuer 500 Rupees eine Reisetastatur erstanden habe, kann ich auch endlich wieder relaxmaessig  schreiben. Auch wenn ich die kommenden Tage auf die bekannten Umlaute verzichten muss. Egal.
Alles besser als die Bildschirmtastatur.

Es ist soviel geschehen in den letzten Tagen, dass ich gar nicht weis wo ich anfangen soll. Am Besten Vorne.
Am Montag bin ich von Darjeeling aus nach Bagdogra mit dem Jeep und habe mich dort in den Flieger nach New Delhi gesetzt. Wie ich ja schon berichtet habe.
Am Montag habe ich weiter auch nicht mehr viel gemacht ausser ueber die Maerkte in Old Delhi zu schlendern und durch die kleinen Gassen zu laufen. Dies ist in Old Delhi kein wirklich schoenes Unterfangen, weil es Knueppel voll ueberall ist und man aufpassen muss nicht von irgendeiner Rikscha oder von einem Tuk Tuk ueber Haufen gefahren zu werden.
Zumal die Altstadt ziemlich eng ist. Trotzdem sollte man das mal erlebt haben. Schon spannend.
Nach einem Spaziergang von etwa 5 Stunden ist man einfach nur platt und sehnt sich nach der Geborgenheit des ruhigen Hotels. Welches auch in Old Delhi liegt und nicht in New Delhi.
Den Abend habe ich relaxend auf dem Bett verbracht und den Zimmerservice bemueht. Das kann man sich hier echt leisten. Ein komplettes Menu mit Suppe, Reis, Gemuese, Naanbrot mit Ghee und etwas Gurke und Tomate kostet etwa 8,- Euro. Draussen waere es wahrscheinlich etwas billiger aber nicht so komfortabel.
Mein Riesenberg Waesche war auch innerhalb von 8 Stunden, gewaschen und trocken wieder auf meinem Zimmer.
Mein 3. Tag in Delhi artete in einen Sightseeingmarathon aus.
Ich habe beim Fruehstueck Hakan kennengelernt. Ein Tuerke der seit ueber 20 Jahren in der Naehe von Duesseldorf lebt und mit seiner Freundin Petra unterwegs ist. Wir sind uns direkt sympathisch.
Ich hatte mir fuer diesen Tag einen privaten Fahrer und ein Auto geliehen, damit man komfortabel zu den weit auseinander liegenden Sehenswuerdigkeiten kommt.
Hakan und Petra kommen auch mit uns so verbringen wir den Tag zu dritt und teilen uns auch die Kosten fuer das Auto.

Um 9.30 Uhr geht es los.
Erster Halt eine Moschee. Jama Masjid, Indiens groesste Moschee, mit Paltz fuer 25.000 Glaeubige.
Danach geht es zum Red Fort, einer Art Festung aus der Mogulzeit.
Im Red Fort kann man prima den kleinen Streifenhoernchen zu gucken die hier ueberall rumsausen.
Hakan hat gluecklicherweise Nuesse dabei und wir fuettern die kleinen Nager.

Vom Red Fort aus gehen Petra und ich in den Digmabara-Jain-Tempel, ein Tempel der Sikhs. wo wir irgendeiner Zeremonie beiwohnen aus der wir beide nicht wirklich schlau werden.
Dort hinein zukommen war schon nicht so einfach, Schuhe ausziehen und auch abgeben, man darf sie auf keinen Fall mit hinein nehmen. Dann Haende waschen und dann die Fuesse.
Vor dem Tempel bekommt man noch ein Tuch ins Haar und kauft einen suessen Mandelbrei, den man als Spende im Tempel wieder abgibt und einen Teil anschliessend behalten darf. Schmeckt wie warmes Marzipan.

Danach gehen wir schnell etwas essen. Es gibt scharfe Samosas mit Kichererbesen und frische Chapatis.


Gut gestaerkt gehts es weiter zum Humayun's Tomb, ein Grabmal aus dem 16. Jahrhundert und der Vorlaeufer vom Taj Mahal.


Die Tour wird ordnungsgemaess fortgesetzt und unser Fahrer bringt uns zum Lotus Tempel, eine Gebetsstaette fuer alle Religionen dieser Welt. Ist noch nicht wirklich alt und recht modern.


Nachdem uns der Verkehr in Delhi fast umbringt und wir froh sind, dass wir in einem Auto sitzen geht es weiter zum Qutb Minar, ein islamischer Komplex aus dem 11. Jahrhundert.
Trotz seines Alters noch recht gut in Schuss und herrlich an zu sehen.


Der letzte Stop des Tages ist am India Gate.

Ein Denkmal zu Ehren der 90.000 gefallenen Soldaten im ersten Weltkrieg.

Danach gehts es ab zum Hotel, genung gesehen fuer heute.
Wir drei machen uns schnell frisch und fahren anschliessend mit einem Tuk Tuk in die Altstadt. Irgendwo dort soll man Delhis bestes Bueffel-Kebab bekommen.
Wir fragen im Hotel und erhalten eine ungefaire Wegbeschreibung. In der Altstadt fragen wir uns druch bis uns jemand dort hin fuehrt. Hakan ist Vegetarier und Petra traut sich nicht. Ich kaufe eine Portion fuer etwa 20 Cent und bin total begeistert. Zwar hoellisch scharf, aber super zart und saftig.
Danach gehen Petra und ich Chicken Butter Tikka essen. Scharf mariniertes Gefluegel, frisch gegrillt und anschliessend in einer Art Butter Sosse serviert. Mmmmh!!.
Dazu gibt es ganz duennes Fladenbrot, frische Zwiebeln und Joghurtsosse. Ein Gedicht. Wir verdruecken 3 Portionen.
Anschliessend geht es zurueck. Ab in Betten.

Heute haben wir noch gemeinsam gefruehstueckt, ehe ich zum Flughafen gefahren bin.
Nach einem reibungslosen Flug bin ich um 12 Uhr in Varanasi angekommen und dann mit einem Privattaxi weiter, bis an den Ganges. Und hier sitze ich nun in einem alten Herrenhaus, welches total verwinkelt ist und ueberall fuehren Treppen und kleine Gaenge ab. Das Ganges View ist voller Antiquitaeten und sehr schoen. Mit grosser Dachterrasse auf der ich heute das Treiben beobachtet habe und relaxed habe.
Morgen ist auch noch ein Tag.......

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