Sonntag, 30. September 2012

Glücksbringer

Habe doch noch was vergessen:
Meinen neuen Glücksbringer. Wo bei so neu ist er gar nicht mehr, da er schon von Samstag ist. Bei der Ankunft am Flughafen bin ich von einem Fahrer abgeholt worden. Beim verlassen des Flughafen übernimmt er mein Gepäck und ich habe die Hände wieder frei. Zwischen Bordstein und Strasse sehe ich etwas goldenes blinken und hebe es auf. Ein Ring!
Stecke ihn in meine Hosentasche da mein Fahrer stur weiter geht und ich ihn nicht aus den Augen verlieren will.
Gut im Auto angekommen gucke ich mir meinen Fund an: ein goldener Ring aus 22 Karat Gold mit einem schwach türkisen transparenten Stein. Er paßt perfekt. Als wäre er für mich gemacht.
Den bestimmt jemand vermissen wird.  Ob es in Indien ein Fundbüro gibt?? Weis ich nicht. Und zu erklären wann, wo und wie ist uf Hindi auch nicht meine Stärke.
Ich habe mich entschieden ihn zu behalten und ihn zu meinem neuem Glücksbringer erklärt, mal gucken ob es etwas bringt......


Kolkata schafft einen wirklich!

Heute ist schon der 2. Tag hier in Kolkata. Wahnsinn. Am gestrigen Tag habe ich auch nicht besonders viel gemacht, außer dem Versuch mich hier zu aklimatisieren. Dies ist aber gar nicht so einfach.
Vergesst einfach was ich bisher über heiße Länder oder Städte gesagt habe.
Kolkata ist der Spitzenreiter bisher. Dagegen ist Bangkok wie ein frisch gelüftetes Zimmer im Morgengrauen.
Gestern wie auch heute haut einen das Klima hier völlig um. Ich dachte immer 37° sind 37° und die habe ich schon ein paarmal miterlebt. Heute war ich noch nicht mal wirklich für kleine Mädchen, dabei habe ich knapp 4 Liter getrunken und meine Kehle fühlt sich immer noch rau an.
Hier kommt alles zusammen, Hitze, etwas Smog (hier war heute stellenweise knallblauer Himmel), hohe Luftfeuchtigkeit, viele neue Gerüche und natürlich viel gehupe. Auch wenn das nicht wirklich zum Wetter gehört, dass weis ich auch, aber hier lässt es sich nicht trennen. Habe heute den Versuch gemacht und an der Straße gestanden, nach längstens 8 Sekunden hupte es wieder.

Mal sehen ob ich daran gewöhne.

Dennoch ist es wunderbar eine komplett neue Welt zu entdecken. Auch wenn es hier etwas mühsam ist. Irgendwie ist man schnell geschafft.
Aber da ich im Urlaub bin, ist dies nicht ganz so tragisch. Falls ich nicht alles sehe was ich so vorhatte, dann habe ich auch einen Grund wieder hier hin zukommen.

Hier in Indien ist vieles gleich, wie in anderen asiatischen Städten. Strassenchaos, Strassenstände wo hin man blickt und immer viele Menschen unterwegs. Was anders ist das sind die Damen hier, die hier zum Teil in wundervollen farbenfrohen Saris gekleidet sind. Egal welchen Alters ob jung oder alt. Die Frauen strahlen irgendwie eine besondere Würde aus.
Touristisch steht Kolkata nicht auf dem europäischen Reisemarkt hoch im Kurs. Habe bisher kaum Touristen gesehen. Selbst heute im Victoria Memorial, einer von den Briten erbaute Gedenkstätte für Königin Victoria und eines von Indiens schönsten Bauten war ich allein unter vielen, vielen Indern.


Vorher war ich Kalighat Tempel, einer der bedeutestden Hindu Tempel. Leider durfte man wie Victoria Memorial nicht innendrin fotografieren. Dafür war ich gerade dabei als eine Ziege ihr Opfer darbringen mußte und anschließend in windeseile gehäutet und zerlegt wurde. Hat keine 15 Minuten gedauert, da war die Ziege küchenfertig in kleine gleichgroße Stücke zerteilt.

Mit einem Taxi Baujahr 1962 (ein Ambassador Taxi), ging es vom Kalighat Tempel zum Victoria Memorial, ein preiswertes Vergnügen, knappe 6 Kilometer für 70 Rupies, etwa 1,15 €.
Zurück gings noch preiswerter mit der Metro, eine Fahrt für 2 Rupies, also keine 4 Cent. Dafür aber auch etwas voller als mit dem Taxi.

Jetzt wird erst einmal relaxed.

Da das Bodhi Tree nur 5 Zimmer hat und damit überschaubar groß, kann man prima im kleinen überdachten Hinterhof Garten faulenzen.

So genug der langen Worte. Es ist schon 21 Uhr und ich brauche eine Dusche..............

Freitag, 28. September 2012

Ankunft in Kolakata

Endlich!!!!

Ich bin in Kolkata angekommen. Die Wochen der Vorbereitung und der Vorfreude sind vorbei.
Es geht los.
Der Hinflug war vollkommend unproblematisch. 6 1/2 Stunden bis Dubai, einen Milchkaffee später und weiteren 4 1/2 Stunden bis Kolkata. Dort ab durch die Immigration ans Gepäckband. Zum Koffer durchwuseln. Inder wuseln sich gerne vor, habe ich nach der kurzen Zeit schon festgestellt.
Draußen wartet wie verabredet ein Fahrer auf mich, der mich und mein Gepäck ins Auto packt und ab geht es in die Innenstadt.
Vorbei an vielen halb fertiggestellten Häusern bzw. kleinen Hochhäusern, an ein paar Feldern und natürlich den heiligen Kühen. Nach etwa 45 Minuten waghalsiger Fahrt durch die Strassen, komme ich im Bodhi Tree an. Gott sei Dank. Ich weis jetzt warum Ausländer nur sehr ungern ein Auto mieten können. Dieser tückische Linksverkehr und ohne die Regeln des Hupens ist auch kein weiterkommen in Sicht.
Das Bodhi Tree ist meine Unterkunft für die nächsten drei Tage.
Sehr klein und alt, dafür aber sehr gemütlich.
Checke ein und kann auch schon in mein Zimmer, welches sehr nett eingerichtet.

So jetzt erst mal richtig ankommen. Etwas essen und einen Tee trinken.